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Startseite  Checkliste rund um den Wintergarten

Checkliste rund um den Wintergarten – präsentiert von weinor

 

Mit der richtigen Planung lässt sich der Traum vom Wintergarten einfach realisieren

 

Vom Quartier für empfindliche Pflanzen in der kalten Jahreszeit zum ganzjährig genutzten Wohnraum und Mittelpunkt des Hauses – so hat sich der Wintergarten in den letzten Jahren entwickelt. Das ganze Jahr im Grünen wohnen im zusätzlichen Zimmer mit Aussicht – eine herrliche Vorstellung. Als Wärmepuffer zwischen innen und außen verringert der Wintergarten Wärmeverluste und ermöglicht außerdem die passive Nutzung der eingestrahlten Sonnenwärme.

 

1. Die Funktion

Wer einen Wintergarten baut, sollte sich zunächst überlegen, welchen Zweck er erfüllen soll. Er kann als erweiterter Wohnraum, als Gewächshaus oder auch als Spielbereich dienen. Wichtig ist, welche gewünschte  Hauptfunktion erfüllt werden soll: Soll mehr Wohnfläche geschaffen werden, mehr Licht ins Haus geholt werden oder soll ein Pflanzenparadies im Haus entstehen? Wichtig ist auch, wo der Wintergarten an das Wohnhaus anschließt, besonders für die Wärmedämmung und die Innengestaltung. Spezialisten informieren über die jeweiligen Anforderungen an den Wärme- und Schallschutz.

 

Ein Wintergarten ist baubewilligungspflichtig. Bei der Baubehörde (Gemeindeamt) kann man sich erkundigen, in welcher Form ein Wintergarten auf dem jeweiligen Grundstück errichtet werden darf. Je höher ein Wintergarten ist, desto geringer ist die Hitzestauentwicklung, ideal sind zwei Raumhöhen. Eine Grundfläche ab 15 Quadratmetern ist für einen Wohnwintergarten die ideale Größe.

 

2. Die Lage

Bei der Errichtung eines Wintergartens sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Himmelsrichtungen zu beachten. Die Nordseite hat folgende Vorteile: keine Überhitzung, Sonnenschutz ist kaum notwendig, geringer Energiegewinn über passive Solarenergie, sofern der Wintergarten nicht extra beheizt wird. Der Nachteil: Ohne Heizung ist der Wintergarten nicht ganzjährig nutzbar. Als Büroraum oder Atelier ist der Wintergarten an der Nordseite zu nutzen. Die Vorteile der Ostseite: geringe Überhitzungsgefahr, Morgensonne, wird im Lauf des Vormittags warm. Die Nachteile: kühlt mit Beginn des  Nachmittags aus, die Wärmespeicherung hält nicht bis in die Abendstunden. Als Frühstücksraum oder ganzjähriger Wohnraum ist er nutzbar und ist sehr vorteilhaft für Pflanzen.


Die Westseite hat den Vorteil, dass Wärmespeicherung bis in die Abendstunden möglich ist. Die Nachteile: keine Morgensonne und erst im Laufe des Tages erwärmt sich der Wintergarten. Nutzen lässt sich dieser Teil bevorzugt in den Abendstunden und ist ganzjährig bewohnbar. Die Südseite hat viele Vorteile: hoher Gewinn an passiver Solarenergie, hoher Wärmegewinn, der im Winter und in der Übergangszeit auch für die übrigen Wohnräume genutzt werden kann. Aber: Hierbei ist besonders zu beachten, dass der Wohnraum nur bei sehr guten Sonnenschutzmaßnahmen genutzt werden kann. Hat man sich zum Beispiel für das Wintergartendach WeiTop Vivienda entschieden, das besonders filigran in seiner Konstruktion ist und für Dachneigungen von fünf bis 35 Grad montierbar ist, lässt sich die passende Beschattung in Form von Wintergartenmarkisen wie der WGM Cabezza ideal integrieren. Die WGM Cabezza deckt mit einem seitlichen Überstand von bis zu 1200 mm auch dreieckige Dachbereiche eines Wintergartens ab und bietet Schutz vor allzu hartnäckigen Sonnenstrahlen.

 

3. Konstruktion und Wärmedämmung

Entscheidungen, welche Materialien für den Bau eines Wintergartens verwendet werden sollen, müssen getroffen werden: Holz, Kunststoff, Aluminium und Glas sind hier möglich. Holz erfüllt alle Anforderungen biologischer Bauweise, bedarf

 

aber hoher Pflege. Aluminium oder Kunststoff sind weitestgehend wartungsfrei.  Welche Funktionen sollen Fenster und Türen haben: Dachgleitfenster, Drehkippfenster, Schiebe- oder Falttüren? Schrägdächer erhöhen zwar den Wärmegewinn, verursachen jedoch höhere Baukosten und große Temperaturschwankungen, die bei der Belüftung beachtet werden sollten. Zu achten ist außerdem auf dichte Ausbildung des Fundaments und des  Bodens, damit keine Feuchtigkeit in das Mauerwerk des Hauses und in angrenzende Räume dringen kann. Der Boden sollte außerdem über hohe Wärmespeicherung und eine darunter liegende Wärmedämmung verfügen.

 

Das Glas hat eine besondere Bedeutung: Auf der einen Seite dient es dazu, dass im Sommer nicht zuviel Hitze ins Haus gelangt, auf der anderen Seite im Hinblick auf die Wärmedämmung, wenn es darum geht, dass nicht zuviel erwärmte Luft abfließt. Heiz- und Lüftungssysteme bieten Lösungen, die auch das Beschlagen von Scheiben verhindern. Eine Verglasung mit speziellen Wärmedämmgläsern ist grundsätzlich sinnvoll.

 

4. Wohlfühl-Klima

Wenn man den Wintergarten ganzjährig nutzen möchte, müssen extreme Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen zwischen Innen- und Außenraum ausgeglichen werden. Auch die angrenzenden Räume werden von den klimatischen Bedingungen im Wintergarten beeinflusst. Ein schlecht gebauter Wintergarten kann – neben Schäden am Haus – auch klimatische Unannehmlichkeiten verursachen wie zum Beispiel unerträgliche Hitze im Sommer, abgestandene Luft oder Feuchtigkeitsniederschlag an den Scheiben. Mit Heizen, Lüften und einem Schutz vor Sonne kann das Klima individuell beeinflusst werden.  Die Wintersonnenstrahlen alleine können den Raum nicht ausreichend aufheizen. Es ist sinnvoll, das Heizsystem im Wintergarten an jenes im Wohnhaus anzupassen. Die Heizung sorgt neben angenehmer Wärme dafür, dass die Tauwasserbildung an den Fenstern vermieden wird. Besonders effektiv sind Heizquellen in der Mitte des Raumes, dort, wo sich Menschen regelmäßig aufhalten. Lüftungsanlagen müssen fixer Bestandteil aller Bemühungen um ein wohnliches Klima sein. Feste Regeln für die Dimensionierung der Lüftung gibt es nicht. Eine Faustregel besagt, dass rund 10 Prozent der Glasflächen zu öffnen sein sollten. Prinzipiell können zwei Lüftungsarten unterschieden werden: Die natürliche Lüftung nützt den natürlichen Auftrieb warmer Luft.

 

Kältere Zuluft strömt durch Lüftungsklappen in Bodennähe in den Raum und entweicht als warme, verbrauchte Luft durch Öffnungen in Deckenhöhe. Die Vorteile hierbei sind, dass es keine Eigengeräusche und keinen unangenehmen Luftzug gibt. Die Nachteile: Es ist ein Temperaturunterschied zwischen Außen- und Innenluft von rund 5 Grad Celsius notwendig, Dachklappen können im Winter vereisen und die Beschattung muss auf die Lüftungsklappen Rücksicht nehmen.

 

Die mechanische Lüftung wälzt die Luft mittels Gebläse um, das in der Regel in Abhängigkeit von Temperatur und Luftfeuchtigkeit gesteuert werden kann. Entscheidend bei der Auswahl der Geräte ist die sogenannte Luftwechselrate. Bei Außenbeschattung sollte die Luft pro Stunde sieben- bis zehnfach gewechselt werden, bei Innenbeschattung wegen der Wärme zwischen Glas und Behang deutlich öfter, rund bis 15-30fach. Die Vorteile: witterungsabhängig, kein Temperaturunterschied zwischen innen und außen zu berücksichtigen. Die Nachteile: Stromverbrauch, Wartung, Gerätegeräuschentwicklung, sichtbare Investition. Wichtig: Alle Fenster, Türen und Klappen, die zu öffnen sind, müssen in diesem Zustand auch gut fixiert werden können. Es sollte an eine zusätzliche Möglichkeit der Belüftung aller hinter dem Wintergarten liegenden Räume gedacht werden.

 

In der Praxis bietet sich häufig eine Kombination aus beiden Varianten an, in der die natürliche Lüftung bei Bedarf durch ein Klimagerät unterstützt werden kann.

 

5. Sonnenschutz

Beim Sonnenschutz werden die Außen- und Innenbeschattung unterschieden, je nachdem, auf welcher Seite des Glases der Sonnenschutz montiert ist. Außenbeschattung (zum Beispiel Markisen) ist in der Regel wirkungsvoller und bietet zudem Sichtschutz.

 

Auch Maßnahmen der Innenbeschattung (untergesetzte Markisen, Vertikal-Jalousien, Textil-Stores, reflektierende Folien) können sehr dekorativ sein. Hier ist zu beachten, dass der Wirkungsgrad des Sonnenschutzes geringer und der Lüftungsbedarf wegen der Aufheizung zwischen Glasscheibe und Innenbeschattung größer ist. Auch Pflanzen können zusätzlich für Beschattung sorgen. 

 

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